Hilden zu Fuß

Studie: Wie sicher ist der Schulweg?

Mir ist bei Recherchen zur Wahl der Verkehrsbeteiligung auf dem Schulweg, also der Frage ob dieser zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto bestritten wird, aufgefallen, dass sich fast Alle zwar auf die korrekten Zahlen in der Unfallstatistik berufen, diese aber meist fehlerhaft auswerten.

Da ich keine brauchbare Auswertung finden konnte, habe ich mich selbst daran gemacht, eine solchige zu erstellen. Es war weit schwieriger, an die benötigten Daten zu kommen, als ich zuerst gedacht hatte: Zwar stellt das Statistische Bundesamt eine umfangreiche Statistik zu Unfällen zusammen, berücksichtigt dabei aber nicht, ob sich ein Unfall auf einem Schulweg zugetragen hat, oder nicht.

Noch schwieriger wird es, wenn man den sogenannten Modal Split für Schulkinder herausfinden möchte, also die Frage, wie viele Kinder zu Fuß gehen, wie viele mit dem Rad kommen, wie viele Roller fahren, wie viele von Elterntaxis gebracht werden und wie viele mit dem Bus unterwegs sind. Das nennt man, die Beteiligungsart im Verkehr.

Und die dritte Frage, zu der man Daten benötigt, ist die durchschnittliche Dauer des Schulwegs, je nach Beteiligungsart.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie sicher Kinder im Straßenverkehr leben. Insbesondere ging es darum, herauszufinden, welche Art der Verkehrsbeteiligung wie sicher ist und dies insbesondere auf dem Schulweg.

Es zeigte sich, dass, unabhängig vom Schulweg, die Sicherheit im Verkehr mit zunehmendem Alter der Kinder abnimmt. Bei der Art der Verkehrsbeteiligung ist vor allem der öffentliche Verkehr sehr sicher und auch zu Fuß gehen ist vergleichsweise sicher. Radfahren hingegen stellte sich als ziemlich gefährlich heraus. Die Benutzung eines Autos ist vor allem bei älteren Jugendlichen ein Problem.

Aussagen über die Sicherheit auf dem Schulweg zu treffen ist schwierig, da es an Daten mangelt. Vermutlich leben Grundschüler auf dem Schulweg sicherer, als im Alltag. Tretroller sind bei Grundschülern möglicherweise weit weniger problematisch als Fahrräder.

Betrachtet man die Sicherheit über einen längeren Zeitraum hinweg in die Vergangenheit, so stellt man fest, dass die Sicherheit vor tödlichen und schweren Unfällen kontinuierlich gestiegen ist. Für Unfälle mit leichten Verletzungen ist in den letzten 50 Jahren jedoch kaum eine Verbesserung erfolgt.

Download der Studie

Klicken Sie auf den nachfolgenden Link um sich die vollständige Studie herunterzuladen:

Studie: Wie sicher ist der Schulweg? (279 KB)

Wunsch

Zuletzt sei mir noch ein Wunsch vergönnt: Ich würde mir sehr wünschen, wenn sich mal eine professionelle Forschungseinrichtung dieses Themas annehmen würde.

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